Ehemaliger Binance-Mitarbeiter verklagt britische Niederlassung wegen Bestechungsvorwürfen.

Cryptocurrencies

Amrita Srivastava, eine ehemalige Führungskraft bei Binance, hat Berichten zufolge eine Klage gegen die britische Niederlassung der Kryptowährungsbörse eingereicht und wirft der Organisation ungerechtfertigte Entlassung und Bestechung vor.

Srivastava, die von 2022 bis 2023 bei Binance arbeitete, behauptete, sie sei kurz nach der Meldung eines Bestechungsfalls durch eine Kollegin entlassen worden.

Laut einem Bericht von Bloomberg vom 28. November beschuldigte Srivastava einen Binance-Mitarbeiter, eine Bestechung unter dem Vorwand, einem Kunden „beratende Dienste“ zu leisten, angenommen zu haben.

Sie behauptete, dass ihre Beschäftigung im April 2023, einen Monat nach der Meldung des Vorfalls an die Führung von Binance, beendet wurde.

„Ich war nicht bereit, wegzusehen, wenn jemand einen Kunden betrogen hatte und trotzdem weiterhin Teil des Teams war“, erklärte Srivastava.

Sie betonte, dass die Forderung nach einer Bestechung und der Betrug an einem Kunden „definitiv falsch“ seien.

Binance verteidigte Berichten zufolge die Entlassung und erklärte, Srivastava sei wegen „schlechter Leistung“ entlassen worden.

Die Börse räumte außerdem ein, dass der angebliche Bestechungsfall der Führungsebene bereits bekannt war.

In Großbritannien können Mitarbeiter, die Ansprüche wegen ungerechtfertigter Entlassung geltend machen, eine Entschädigung von bis zu etwa 150.000 $ erhalten, wenn sie erfolgreich sind.

Whistleblower hingegen können je nach Ergebnis des Falls Anspruch auf unbegrenzte Entschädigung haben.

Diese Klage fügt sich in die laufenden rechtlichen Herausforderungen von Binance weltweit ein.

In den Vereinigten Staaten ist die Börse seit Juni 2023 in einen Rechtsstreit mit der Securities and Exchange Commission (SEC) wegen nicht registrierter Wertpapierangebote verwickelt.

Binance hat andere regulatorische Maßnahmen im November 2023 beigelegt und zugestimmt, 4,3 Milliarden $ zu zahlen.

Im Rahmen der Einigung trat der ehemalige CEO Changpeng Zhao zurück, bekannte sich in einem Anklagepunkt schuldig und verbüßte vier Monate in einem Bundesgefängnis.